Das schönste Rind unter der Sonne - ein Schottisches Hochlandrind

Wenn Highlands Kälber bekommen ...

... dann ist das eine recht einfache Sache. Meist verziehen sich die Mutterkühe bereits Stunden vorher an einen ruhigen Platz. Selten bis gar nicht gibt es Probleme beim Kalben. Manchmal verläuft alles so ruhig, dass man es selbst kaum bemerkt. Danach bleiben die Kälber bei den Mutterkühen in der Herde, am Besten bis mindestens zum 10. Monat.

Auch wir bemerkten beim ersten Abkalben von Liese nichts. Sie lief zwar morgens etwas unruhig über die Wiese, aber wir hatten an dem Tag auch wenig Zeit. Abends war das Kalb dann schon da und lief bereits quietschvergnügt über die Weide. Die zweite Kalbung von Liese ging ebenso unbemerkt an uns vorüber. Wieder an einem Samstag und wieder waren wir nicht da. Unser Sohn fand das Kalb dann schlafend im Gras. Ein Jahr später konnten wir dann endlich dabei sein. Mit der Routine einer alten Mutterkuh brachte Liese ihr drittes Kalb zur Welt und auch im Jahr darauf waren wir dabei, als sie am Abend ihr nächstes Kalb zur Welt brachte.
Seit 2009 allerdings gibt es zwar bei ihr nach wie vor keine Probleme bei der Geburt, dafur aber danach. Wer mochte kann das unter Hindernisse nachlesen.

Bilder einer Geburt





Bei Beauty verlief das erste Kalben etwas dramatischer. Wir hatten noch gar nicht damit gerechnet, da wir den Bullen gerade mal 9 Monate vorher gekauft hatten. An dem Abend verhielt Beauty sich eigenartig, kam nicht zum Fressen in den Stall. Martin ging sie suchen und entdeckte auf der Wiese ihre geplatzte Fruchtblase. Da es an dem Abend hagelte, ein eisiger Wind war und wir nicht genau wussten, ob das Kalb auch leben würde (wir dachten an eine Frühgeburt) lockten wir Beauty in den Stall und trennten ihre Box von den anderen ab. Die anderen scheuchten wir raus, so dass Beauty ihre Ruhe hatte. Beauty brauchte dann doch noch fast 2 Stunden, bevor das Kalb kam und dann machte sie erst einmal keine Anstalten sich darum zu kümmern. Sie lag so, dass sie es auch nicht sehen konnte. So ist dann einer von uns rein und hat das Kalb zu ihr gezogen. Seitdem lässt sie den Kleinen nicht mehr aus den Augen.




 

2008(C)Texte und Design by Heidi Dieck