Das schönste Rind unter der Sonne - ein Schottisches Hochlandrind

Gerade geboren und keine Milch

Highlands werden ja oft als vollig Problemlos angeprie?en. Doch man sollte sich beim Aufbau einer Herde schon bewusst sein, dass es auch mal schwierig werden kann. Bei unserer Liese haben wir nun schon im 2. Jahr ihr Kalb die ersten Tage zufuttern mussen. Nicht etwa, weil sie keine Milch hat, sondern eher, weil ihr Euter nach der Geburt sehr, sehr gro? wird.
Lilly, die 2009 zur Welt kam, hat noch die ersten Tage bei ihr getrunken, doch dann war das Euter so gro? und die Zitzen hingen so weit unten, dass sie diese nicht mehr fand. Nach einigen vergeblichen Versuchen Lilly auf der Weide ans Euter zu fuhren, nahmen wir beide von der Wiese. Damit die Kleine endlich was bekommt habe ich kurzerhand begonnen Liese zu melken und Lilly mit der Flasche zu futtern.
Mit Hilfe guter Ratschlage von Herrrn Brand, Honig und viel, viel Geduld hab ich es dann nach Tagen geschafft, dass Lilly wieder die Zitzen findet. Ware Liese nicht so eine ruhige, geduldige Kuh .... wer wei?, Lilly hatte vielleicht nie wieder bei ihr saufen konnen.

Fotos von Liese und Lilly



Auch 2010 war es wieder Lieses Euter, welches Probleme bereitete. Diesmal war sie beim Aufstehen auf eine Zitze getreten und hatte sich diese dabei aufgerissen. Kurz vor der Geburt erfolgte deshalb schon eine erste Behandlung vom Tierarzt. Alles schien wieder in Ordnung. Der kleine Bulle wurde geboren und bekam auch erst einmal Milch. Da wir in dieser Zeit beruflich stark eingespannt waren lies unsere Aufmerksamkeit etwas nach und ein paar Tage spater hatte Liese eine deftige Euterentzundung. - Wieder Behandlung, diesmal sehr langwierig, denn Liese war schon geschwacht, hatte Fieber und hatte in den paar Tagen sehr abgenommen. Aber Liese ware nicht unsere Liese, wenn sie das nicht meistern wurde. Wieder im Stall und wieder jeden Tag melken - zumindest die kaputte Zitze. Aus den anderen 3en sollte der Kleine ruhig trinken. Mit Milchpulver hab ich ihn deshalb nur 2x am Tag 2 Liter zugefuttert. Nach 3 Wochen sind beide wieder zuruck auf die Weide ... der Kleine trinkt noch heute gut. Allerdings ist er etwas kleiner als der Bulle, der eine Woche spater kam.
Dundee Unsere Enkelin hat sichtlich Spass beim Futtern des kleinen Dundee.

Nach diesen beiden Erlebnissen steht fur uns fest: Nur solche Mutterkuhe bleiben, die so ruhig sind, dass man sie notfalls auch mal melken kann. Das war auch ausschlaggebend, dass wir uns von Beauty getrennt haben, obwohl sie schone Kalber hatte. Aber sie war einfach zu unruhig.
Au?erdem ist es ein MUSS zur Kalbenszeit die Kuhe taglich zu kontrollieren und zu schauen, ob es Kalb un Mama gut geht.




 

2011(C)Texte und Design by Heidi Dieck